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Wichtige Informationen zur Impfung

Corvid – 19 – Impfungen
Fragen und Antworten

„Die vielen Informationen sind so verwirrend. Wann sind denn Menschen mit Demenz mit dem Impfen an der Reihe? Zählt nur das Alter oder spielt auch die Erkrankung eine Rolle?“ „Bevor meine Mutter im Pflegeheim geimpft wird, möchte ich mit einem Arzt sprechen. Kann ich das verlangen?“ „Im Fernsehen sehe ich jeden Abend, dass die alten Leute in großen Zentren geimpft werden. Hoffentlich macht meine Frau das mit. Da ist so viel Betriebsamkeit und Unruhe! Wie kann ich sie gut vorbereiten?“ „Zweimal in der Woche kommt der ambulante Pflegedienst zu uns. Werden die Pflegekräfte geimpft?“

In Hamburg haben die Covid-19-Impfungen begonnen, zunächst in dem Zentralen Impfzentren in den Messehallen sowie durch mobile Impfteams, die in stationären Einrichtungen impfen.
Zur ersten Gruppe, die geimpft werden kann, gehören Menschen über 80 Jahre. Am Beratungstelefon erreichen uns viele Fragen der Angehörigen zur Vergabe der Impftermine, zu den benötigten Unterlagen und zum Ablauf in den Impfzentren und in den Pflegeheimen. Wir haben die wichtigsten Informationen und Antworten auf die häufigsten Fragen zusammengestellt.

Wann werden Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen geimpft?

Im Augenblick gibt es noch nicht genügend Impfstoff für alle Bürgerinnen und Bürger. Deshalb hat das Bundesministerium für Gesundheit für ganz Deutschland festgelegt, in welcher Reihenfolge sich bestimmte Gruppen der Bevölkerung impfen lassen können. Diese Regelung gilt in allen Bundesländern:
Als erstes können sich alle Menschen über 80 Jahre impfen lassen. Zur ersten Gruppe gehören auch

• alle Menschen, die in einem Pflegeheim leben. Hier spielt das Alter keine Rolle.
• Personen, die in stationären Einrichtungen (Pflegeheimen, Krankenhäuser) arbeiten
• Pflegekräfte im ambulanten Pflegedienst

Menschen mit Demenz die zuhause leben, können sich momentan nur impfen lassen, wenn Sie zu einer der oben genannten Gruppen gehören.
Die Angehörigen von Menschen mit Demenz können sich nur in der höchsten Kategorie impfen lassen, wenn Sie selbst schon über 80 Jahre alt sind. Ist das nicht der Fall, kommen sie erst später an die Reihe.
Wie können Menschen mit Demenz auf die Impfung vorbereitet werden?

In der Regel sind Menschen mit Demenz nicht zuletzt aufgrund ihres Alters mit Impfungen vertraut und haben vielleicht in den letzten Jahren eine Grippe-Schutzimpfungen erhalten.
Bei einer Impfung im Pflegeheim bringen die vielen fremden Gesichter des Mobilen Impfteams allerdings große Unruhe mit sich, auf die Menschen mit Demenz ihrerseits mit Unruhe und Verunsicherung reagieren können. Ein vertrauter Mensch an ihrer Seite und ein beruhigendes Gespräch vermitteln Normalität und Sicherheit.
Findet die Impfung in einem Impfzentrum statt, überträgt sich auch dort die Geschäftigkeit unter Umständen auf Menschen mit Demenz. Hier kann der Hinweis helfen, dass sich gerade ‚all die vielen Menschen hier‘ impfen lassen und gemeinsam das Virus bekämpfen, damit wir hoffentlich bald keine Masken mehr tragen müssen und das Leben wieder einfacher wird‘.
Während des Impfens kann eine Ablenkung hilfreich sein: „Bei dem kleinen Pieks sehen wir besser gar nicht hin. Guck lieber mal hier, ich habe gerade ein Foto unseres Enkelkindes aufs Handy bekommen.“
Generell gilt: Lehnt ein Betroffener die Impfung ab und wehrt sich, sollte man sofort einlenken bzw. aufhören. Eine Diskussion oder vehemente Überzeugungsversuche verschlimmern die Situation eher, als dass sie helfen. Wenn die Beruhigung nicht gelingt, sollte man dies zunächst akzeptieren und es – wenn möglich – etwas später noch einmal versuchen.

Unterlagen und Formulare

Zur Impfung im Zentralen Impfzentrum müssen die
• Terminbestätigung sowie ein
• Personalausweis

mitgebracht werden. Wenn möglich auch die elektronische Gesundheitskarte.
Wenn der Personalausweis kürzlich abgelaufen ist, müssen zusätzlich Führerschein oder Reisepass vorgelegt werden. Der Impfausweis ist nicht nötig, da aus organisatorischen Gründen nur eine Impfbescheinigung ausgestellt wird.
Wenn die Person, die geimpft werden soll, nicht mehr zustimmungsfähig ist, müssen die Begleitpersonen die Vorsorgevollmacht im Original oder einen Betreuerausweis mitbringen.

Folgende Impfformulare werden vor Ort zur Verfügung gestellt. Sie können aber auch schon vorher unter folgendem Link heruntergeladen werden: https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Impfen/Materialien/COVID-19-Aufklaerungsbogen-Tab.html
• Aufklärungsbogen (Informationen zur Covid-19-Erkrankung, zum Impfstoff, zur Wirksamkeit, sowie zu möglichen Impfreaktionen und -risiken)
• Anamnesebogen (Erfassung von Vorerkrankungen, akuten oder chronischen Erkrankungen, Unverträglichkeiten etc.)
• Einwilligungserklärung

Aufklärungsgespräch

Bevor geimpft werden kann, sieht der Gesetzgeber verpflichtend ein Aufklärungsgespräch vor, das von einem Arzt geführt werden muss. Darin werden Erläuterungen zur Covid-19-Erkrankung, zum Impfstoff, zur Wirksamkeit sowie zu möglichen Impfreaktionen und -risiken gegeben und Fragen beantwortet.
Besteht eine Vorsorgevollmacht, wird dieses Gespräch mit dem Inhaber der Vollmacht geführt, der im Sinne des Betreuten entscheidet und im Fall der Zustimmung die Einwilligungserklärung unterschreibt.

Impfung von Menschen mit Demenz, die zuhause leben

Wer kann sich schon jetzt impfen lassen?

Anspruch haben vorläufig nur Menschen über 80 Jahre. In einer späteren, zweiten Phase können sich alle Menschen mit Demenz, Menschen über 70 Jahre und enge Kontaktpersonen von Menschen über 80 Jahre impfen lassen. Wann diese Phase beginnt, steht zurzeit noch nicht fest und ist abhängig von der Impfstoff-Verfügbarkeit.

Wo kann man sich impfen lassen?

Menschen mit Demenz, die zuhause leben, können sich in Hamburg bislang ausschließlich in dem Zentralen Impfzentrum in den Messehallen impfen lassen. Eine Impfung durch den Hausarzt ist im Augenblick noch nicht möglich.

Erhalten Menschen mit höchster Priorität eine schriftliche Aufforderung?

Das Gesundheitsamt verschickte an alle über 80 jährigen Hamburger und Hamburgerinnen ein Schreiben mit Informationen zur Impfung und zur Terminvergabe. Allerdings muss sich jeder selbst für einen Impftermin anmelden, entweder online (www.impfterminservice.de) oder über die Nummer 116117.

Wie bekommt man die Termine für Erst- und Zweitimpfung?

Es sind zwei Impfungen nötig, die im Abstand von drei Wochen stattfinden. Dafür ist eine Anmeldung zwingend erforderlich. Beide Termine werden gleichzeitig vergeben, da der zeitliche Abstand festgelegt ist. Die Anmeldung kann telefonisch (Telefon 116 117) oder online (www.impfterminservice.de) erfolgen. Für beide Wege braucht man viel Geduld und Glück um einen der Termine zu bekommen. Die Online-Anmeldung setzt zudem die entsprechende Technik und einen geübten Umgang mit ihr voraus.

Können Menschen mit Demenz zum Impfen begleitet werden?

Ja, die Begleitung durch einen Angehörigen, Zugehörigen oder den rechtlichen Betreuer ist möglich.

Wer unterschreibt die Einwilligungserklärung, wenn der/die Betroffene nicht einwilligungsfähig ist?

Besteht eine Vorsorgevollmacht, muss diese im Original, alternativ ein Betreuungsausweis vorgelegt werden. Der Inhaber der Vollmacht / des Betreuungsausweises führt das Aufklärungsgespräch und unterschreibt die Einwilligungserklärung.

Werden die Kosten für die Fahrt zu einem Impfzentrum übernommen?

Impfungen stellen eine ambulante Behandlung im Sinne der Krankentransport-Richtlinien dar. Das heißt, dass die Übernahme der Fahrtkosten durch die Krankenkasse unter bestimmten Voraussetzungen möglich ist. Die Auswahl des Beförderungsmittels erfolgt durch den behandelnden Arzt (Verordnung) und orientiert sich an der medizinischen Notwendigkeit im Einzelfall. Informationen dazu geben die Krankenkassen.

Impfung von Menschen mit Demenz, die im Pflegeheim leben

Wer wird im Pflegeheim geimpft?

Menschen mit Demenz, die in einem Pflegeheim leben, können sich ab sofort impfen lassen. Ihr Alter spielt dabei keine Rolle. Bewohner ambulanter Wohnformen (Betreutes Wohnen) im gleichen Gebäudekomplex wie das Pflegeheim können im Zuge der Impfung ebenfalls ohne Altersbegrenzung geimpft werden.

Wie wird im Pflegeheim geimpft?

Die Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen werden von Mobilen Impfteams (MIT) geimpft. Die Organisation übernimmt das Pflegeheim, Angehörige müssen nicht selbst aktiv werden. Die Impfung der Bewohner erfolgt idealerweise in den Bewohnerzimmern, also im vertrauten Umfeld der Betroffenen.
Pro Einrichtung werden lediglich ein Erst- und Folgetermin für die Zweitimpfung vereinbart. Das heißt, dass am Impftermin abwesende Bewohner (z.B. aufgrund eines Krankenhaus-aufenthalts) nicht durch die MIT geimpft werden können.
Die Bewohner und Bewohnerinnen des Pflegeheims bzw. die Angehörigen, soweit sie eine Vorsorgevollmacht haben, werden rechtzeitig über einen geplanten Impftermin informiert, erhalten Informationsmaterial und werden zur besseren Planung aufgefordert, die grundsätzliche Impfbereitschaft zu signalisieren.

Wie findet das Aufklärungsgespräch statt?

Auch für die Impfungen im Pflegeheim ist ein vorheriges Aufklärungsgespräch vorgeschrieben, welches vor der Impfung von einem Arzt – nicht vom Pflegepersonal – mit den Bewohnerinnen und Bewohnern geführt wird.
Liegt eine Vorsorgevollmacht vor, führt der Arzt das Aufklärungsgespräch im Vorfeld mit dem Bevollmächtigten, entweder persönlich oder telefonisch.
Wer unterschreibt die Einwilligungserklärung, wenn der/die Betroffene nicht einwilligungsfähig ist?
Die Einwilligungserklärung wird vom Inhaber der Vorsorgevollmacht bzw. vom Betreuer/von der Betreuerin unterschrieben und muss zum Impftermin im Original vorliegen. Nähere Informationen dazu geben die Pflegeheime.

Impfung von Menschen mit Demenz, die in ambulant betreuten Wohngemeinschaften leben

Ambulant betreute Wohngemeinschaften werden nicht von den mobilen Impfteams versorgt. Die Bewohner*innen und Angehörige müssen sich selbstständig um Impftermine kümmern.

Impfung von Angehörigen von Menschen mit Demenz

Angehörige von Menschen mit Demenz fallen nur dann in die Gruppe mit höchster Priorität und können sich ab sofort impfen lassen, wenn sie selbst über 80 Jahre alt sind. Privilegien als pflegende Angehörige haben sie leider zurzeit nicht.
Wer über 70 Jahre alt oder enge Kontaktperson eines über 80-Jährigen oder eines Bewohners im Pflegeheim ist, gehört zur zweiten Gruppe mit hoher Priorität. Ein Termin für die Impfungen in dieser Gruppe steht zurzeit noch nicht fest.

Informationen der Stadt Hamburg

Die Stadt Hamburg informiert auf hamburg.de umfangreich zu Impfungen:
https://www.hamburg.de/corona-impfung/

Informationen des Robert-Koch-Instituts

Auch das Robert-Koch-Institut informiert umfangreich zu Impfungen, dem Impfstoff und
Die Informationen finden Sie hier:
https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Impfen/impfen_node.html

Wenn Sie weitere Fragen haben melden Sie sich gerne bei unserem Alzheimer-Telefon unter:

040-472538

Dieses Infoblatt wurde von der Alzheimer Gesellschaft Baden-Württemberg (www.alzheimer.bw.de) erstellt und für Hamburg angepasst.

Corvid-19-Impfung Fragen und Antworten

Infoblatt mit Fragen und Antworten zur Corvid-19-Impfung

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