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Ambulante Wohn-Pflege-Gemeinschaften

Alzheimer Telefon

040 - 47 25 38

Wohn-Pflege-Gemeinschaften

Besuche von An- und Zugehörigen

Wohn-Pflege-Gemeinschaften (WPGs) haben rechtlich einen anderen Hintergrund als stationäre Wohneinrichtungen, daher gelten hier zum Teil auch andere Regeln: Anders als in den stationären Wohneinrichtungen gilt in den WPGs zum Beispiel kein generelles Besuchsverbot der An- und Zugehörigen. Rein rechtlich haben diese nämlich das Hausrecht.
Es ist jedoch ratsam den Kontakt zu den BewohnerInnen und dem Pflegepersonal so gering wie möglich zu halten und gemeinsam mit dem Pflegedienst zu überlegen wie und wann ein Kontakt zustanden kommen kann. Zum Beispiel könnten sie zwei Angehörige aus der Gruppe bestimmen, die dann alle BewohnerInnen 1-2x/Woche besuchen. Wenn möglich, ziehen Sie Handschuhe und einen Mundschutz an, wenn Sie die WPG als BesucherIn betreten. Falls sich einzelne BewohnerInnen irritiert davon zeigen, kann es helfen, wenn Sie den Mundschutz im Beisein überziehen. So hat der Mensch mit Demenz die Möglichkeit zu erkennen, wer hinter der Maske steckt. Auch gilt die allgemeine Hust- und Niesetikette/Basishygiene (z.B. intensives Hände waschen) und der Körperkontakt sollte vermieden werden.
Da Besuche Dritter d.h. Personen, die weder Angehörige, rechtliche Betreuer, noch Mitarbeitende des Pflegepersonals sind, zunächst bis zum 30. April verboten sind, kann die Anschaffung eines Tablets sinnvoll sein, um so den Kontakt zu den BewohnerInnen zu halten.

Feste, Treffen und Aktivitäten

Gemeinsame Feste mit den BewohnerInnen müssen leider bis auf weiteres ausfallen (erstmal bis 04. Mai 2020).
Auch wird von der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz der Stadt Hamburg empfohlen, die Nachvermietung bis auf Weiteres auszusetzen.
Um unnötige Kontakte nach draußen zu vermeiden, könnten außerdem Einkäufe online bestellt und in die WPG geliefert werden. Versuchen Sie zudem im gemeinsam genutzten Wohnraum etwas umzubauen und die Tische bzw. Sitzmöglichkeiten mit Abstand zu stellen. So können Ihre Angehörigen zwar zusammen ihre Mahlzeiten einnehmen aber der Mindest-Abstand von 1,5m wäre gewährleistet.

Auf Spaziergänge und ähnliche Aktivitäten draußen sollten Sie nach Möglichkeit mit den BewohnerInnen verzichten. Diese Empfehlung ist durchaus schwer umsetzbar, aber innerhalb der Wohngemeinschaft sind Menschen mit Demenz am sichersten. Sie sollten aber so viel wie möglich an der frischen Luft im Garten, dem Balkon oder auf der Terrasse sein und dort die Möglichkeit bekommen sich zu bewegen (durch Sitztanz, Gymnastik usw.).
Wenn Sie einen Spaziergang in der Umgebung machen möchten, achten Sie bitte auf den Mindestabstand zu anderen Menschen, tragen Sie im besten Fall einen Behelfsschutz für Mund und Nase und gehen Sie nur mit maximal einer Person an die frische Luft.
Gemeinsame Feste mit den BewohnerInnen müssen leider bis auf weiteres ausfallen (erstmal bis 04. Mai 2020). Auch wird von der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz der Stadt Hamburg empfohlen, die Nachvermietung bis auf Weiteres auszusetzen.

Im Fall eines Infektionsverdachts

Das Ablaufschema zur Verdachtsabklärung des Robert Koch-Instituts bietet hierzu eine bundes-weit einheitliche Orientierung (siehe hier).

Außerdem

Das Einschließen in Wohnung und/oder den eigenen Zimmern ist grundsätzlich verboten (§ 239 StGB) und bedarf im dringend gebotenen Fall (z.B. im Fall einer Infektion mit dem Corona-Virus) eines richterlichen Beschlusses.

Treffen der Angehörigengruppe sollten nur online z.B. über Skype stattfinden. Die Alzheimer Gesellschaft Hamburg stellt aber auch über Microsoft Teams eine Onlineplattform für den Austausch zur Verfügung. Melden Sie sich bei Interesse gern bei:

Anna Hassel
E-Mail: a.hassel@alzheimer-hamburg.de
Tel.:040 – 88 14 177 0.

Stand: 22.04.2020

BGV Merkblatt Wohngemeinschaften

Hier finden Sie das ausführliche Merkblatt der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz.

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