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Klöncafé lädt ein

Ein besonderes Angebot der Alzheimer Gesellschaft für Erkrankte und ihre Angehörigen.

Mehrmals im Jahr bietet die Alzheimer Gesellschaft Hamburg e.V. Erkrankten und ihren Angehörigen etwas Besonderes: Im Seniorenzentrum St. Markus in der Gärtnerstraße/Eimsbüttel gibt es dann samstags ein Klöncafé mit Musik und Tanz. Die Klöncafés bringen Demenzkranken und Angehörigen Freude und Abwechslung in den Pflegealltag. In einem schönen Rahmen erleben etwa 30 Besucherinnen und Besucher bei Live-Musik, Kaffee und Kuchen einen unbeschwerten Nachmittag. Ehrenamtliche Betreuerinnen kümmern sich um die Erkrankten, tanzen mit ihnen und geben dadurch den Angehörigen Freiraum für Gespräche. Gerade diese Gelegenheit wird von den Angehörigen dankbar aufgenommen und gerne genutzt. Die gesellige Atmosphäre, ebenso wie die alten Melodien und Rhythmen, regen die Alzheimer Patienten an. Wenn ein Alleinunterhalter Schlager aus den 50er und 60er Jahren erklingen lässt, treffen sich Erkrankte, Angehörige und Betreuer auf der Tanzfläche, um sich zu den bekannten Klängen zu bewegen. Manchmal wird ein Erkrankter wieder zu einem galanten Partner: Er knöpft sein Jackett zu und bietet seinen Arm an für den Weg zur Tanzfläche. Wer nicht tanzen kann oder mag, sitzt an den hübsch gedeckten Tischen und freut sich über die Musik, die an vergangene Zeiten erinnert. Es kommt zu Begegnungen und Gesprächen, die in anderer Umgebung vielleicht nie zustande gekommen wären. Einige versuchen zu schunkeln, andere singen oder summen mit oder wippen mit den Füßen. Allen aber ist Freude anzumerken. "Während des Tanzcafés können die Betroffenen und ihre Angehörigen aus der Isolation, die die Krankheit oft mit sich bringt, ausbrechen", erzählt die Initiatorin des Projekts, Ingrid Neubauer von der Alzheimer Gesellschaft Hamburg, und fügt hinzu: "Außerdem wirkt die Musik wie eine Art Jungbrunnen: Sie küsst die altbekannten Melodien und Rhythmen wach, die noch im Gedächtnis der Kranken schlummern."

Plötzlich beginnen sie sich zu erinnern, befreien sich aus ihrer Apathie und singen und tanzen mit. Wenn zum Schluss alle gemeinsam singen "In Hamburg sagt man tschüss", dann wissen die Veranstalter, dass sie allen Betroffenen einen ganz besonderen Nachmittag bereitet haben. In diesem Jahr ist es 100 Jahre her, dass der Neurologe Alois Alzheimer die Krankheit, die heute seinen Namen trägt, zum ersten Mal beschrieb. Trotz aller Anstrengungen ist es bisher nicht gelungen, die Krankheit zu besiegen. Im Gegenteil - die Zahl der Erkrankungen nimmt zu, und die betroffenen Kranken und ihre Angehörigen sind großen Belastungen ausgesetzt.

Der Bedarf an Unterstützung wächst ständig, und die Hilfe durch Organisationen wie die Alzheimer Gesellschaft Hamburg e.V. ist wichtiger denn je. Das nächste Klöncafé findet am Samstag, den 11. November von 15 bis 17 Uhr im Seniorenzentrum St. Markus, Gärtnerstraße 63, statt. Der Eintritt kostet 5 Euro, darin sind Kaffee und Kuchen eingeschlossen.

Anmeldung und weitere Informationen, auch zu anderen Hilfsangeboten der Alzheimer Gesellschaft Hamburg e.V. unter Telefon 040-68 91 36 25.

Quelle: Eimsbüttler Wochenblatt vom 10.11.2006

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